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Meldung:

02. Dezember 2016

„Wir müssen Arbeitslosigkeit und Armut in unserer Stadt energischer bekämpfen“

Essen. Wieder einmal erschrecken die Zahlen, die zur Situation
der von staatlicher Hilfe abhängigen Essener Familien veröffentlicht
werden. Trotz aller Bemühungen sind immer mehr Kinder von Armut
betroffen und rutschen immer mehr Menschen in die Langzeitarbeits-
losigkeit. Die SPD-Ratsfraktion will nun zügig alle städtischen
Hilfesysteme auf den Prüfstand und gemeinsam mit allen Experten
nach neuen Mechanismen für die Unterstützung der betroffenen
Essenerinnen und Essener suchen. „Wir müssen Arbeitslosigkeit und
Armut in unserer Stadt noch energischer bekämpfen, als bisher. Dass
eine permanente Aufstockung des Jobcenter-Personals nicht reicht,
sehen wir ja. Also müssen wir klären, ob die vorhandenen Strukturen
geeignet sind, um wirkungsvoll Hilfe zu leisten“, stellt der SPD-
Fraktionsvorsitzende Rainer Marschan fest.

„Über hunderttausend Menschen brauchen finanzielle Hilfe vom Staat.
Ein Drittel der Essener Kinder ist betroffen. Diese Zahlen sind absolut
inakzeptabel. Mit unseren bisherigen Bemühungen, dagegen vorzu-
gehen, treten wir auf der Stelle. Es gibt aber auch positive Beispiele,
wo Unterstützung und Vermittlung besser funktionieren. Die müssen
wir uns genau anschauen und aus ihnen für das Gesamtsystem
lernen“, führt SPD-Ratsherr Karlheinz Endruschat, sozialpolitischer
Sprecher, aus. Neben der Sozial- und Arbeitsverwaltung seinen dabei
auch die städtischen Bildungseinrichtungen angesprochen. Übergänge
zwischen den Einrichtungen etwa müssten weiter verbessert werden.
„Auch müssen wir akzeptieren, dass der Essener Arbeitsmarkt nicht
für jeden gleich gute Chancen bietet. Für diejenigen, die es besonders
schwer haben, wollen wir in enger Abstimmung mit den Gewerk-
schaften, IHK und Kreishandwerkerschaft einen kommunalen sozialen
Arbeitsmarkt entwickeln. Jeder, der will, soll in unserer Stadt eine echte
Chance auf sinnvolle Beschäftigung bekommen. Wir wollen den
Menschen zeigen, dass sie nicht abgehängt sind, sondern gebraucht
werden“, so Rainer Marschan.

Verantwortlich: Roman Brüx Fraktionsgeschäftsführer

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